Mit diesem Worten ist heute ein Artikel im Spiegel überschrieben, der das schwere Schicksal von Abdul beschreibt. Abdul, der tagsüber brav studieren geht und nachts Raketen für den Heiligen Dschihad produziert. Raketen, die dazu bestimmt sind, israelische Juden zu ermorden.
Ein Artikel, der gut zu dem neuerlichen Aufruf von Ahmadinejad paßt:
Der iranische Staatspräsident Mahmoud Ahmadinejad hat heute den Westen dazu aufgerufen, Israels „bevorstehenden Zusammenbruch“ anzuerkennen. In der südiranischen Hafenstadt Busher nahe dem geplanten Atomreaktor forderte er, damit aufzuhören, „die Zionisten zu unterstützen, da ihr Regime seine letzte Etappe erreicht“ habe.
„Akzeptiert, dass das Leben der Zionisten früher oder später zu Ende gehen wird“, erklärte Ahmadinejad in seiner im Fernsehen übertragenen Rede und fügte hinzu: „Was wir im Moment vor uns sehen, ist das letzte Kapitel [der israelischen Gewalttaten], dem die Palästinenser und die Staaten in der Region entgegentreten werden und das sie letztlich zugunsten Palästinas wenden werden.“
Der iranische Präsident untermauerte seine Drohkulisse mit der Aussage, dass der Iran bei seinem Atomprogramm nun einen kritischen Punkt erreicht habe. „Es ist euer Fehler, wenn ihr denkt, dass die iranische Nation [vor dem Westen] zurückweichen wird. Wir bewegen uns auf den Gipfel des atomaren Weges zu.“
Mit KEINEM Wort wird in dem Artikel auf die Ermordeten eingegangen. Lediglich einmal wird Abdul wie folgt zitiert:
Er mache sich schon Gedanken, wer von seinen Geschossen getroffen würde. „Wenn wir Soldaten töten, sind wir mehr als glücklich“, sagt er. „Wenn es ein Kind trifft, sind wir natürlich nicht froh.“
Ein Artikel, der an Einseitigkeit und Geschmacklosigkeit nur schwer zu übertreffen ist.
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