Dass die Bundesregierung die Microsoft-Marketing-Initiative „IT-Fitness“ unterstützt, ist schon lange kein Geheimnis mehr. „Marktsicherung“ beginnt eben bereits im Kindesalter und der Grundsatz lautet: „Du sollst keine Götter haben neben Microsoft“.
So hat auch der gestrige Auftritt der Bundeskanzlerin nicht überrascht. „Klassenzimmer der Zukunft“ lautet die Überschrift eines Artikels der Seite „Schekker, das Jugendmagazin“.
Während allerdings nach der ersten Werbeaktion bei der CeBIT lediglich der Linuxverband Kritik angebracht hat, äußerte sich heute u.a. der Oppositionspolitiker Nele Hirsch (Die Linke) kristisch. Ebenfalls fragt Die Zeit nach, warum Merkel sich von Bill Gates vor dem Karren spannen läßt. So heißt es in dem Artikel:
…“Warum lässt sich die Kanzlerin so vor den Lobby-Karren
spannen? Vielleicht hat es ja mit dem E-Government zu tun. Dieses sei nämlich – Bill Gates beschreibt das mit vielen und schönen Worten – „der Schlüssel zu mehr Gerechtigkeit“ und ermögliche „ein effektives und effizientes Regieren“.
Den leidigen Wahlkampf in Hessen einfach per E-Mail nach Nordrhein-Westfalen schicken? Den anstehenden Ärger mit der Gesundheitsreform an die bundeseinheitliche Behörden-Hotline (Rufnummer 115) delegieren? Oder straffällige Jugendliche mit einem von Microsoft bezahlten Tablet-PC ruhigstellen? Solche Ideen dürften Angela Merkel eigentlich gut gefallen. …“
Frau Merkel wird es nicht stören….leider.
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